Die ersten 100 Tage: Führung zwischen Erwartungen und Unsicherheit

Christian Joachim Schult, August 2025

Auf dem Papier ist alles klar: Die Stellenbeschreibung ist unterschrieben, das Team vorgestellt, die Aufgaben skizziert. Und doch fühlt es sich an, als hätte jemand über Nacht die Spielregeln geändert.

Wenn Menschen eine neue Führungs- oder Projektrolle übernehmen, verändert sich nicht nur ihr Umfeld – es verändert sich auch die eigene Wahrnehmung. Erwartungen prasseln von allen Seiten ein: von Vorgesetzten, Kolleg:innen, dem eigenen Team – und nicht zuletzt von einem selbst.

 

Die ersten 100 Tage sind kein sanftes Eintauchen. 

Sie sind ein Drahtseilakt zwischen Unsicherheit und Erwartungen – zwischen dem Wunsch, schnell Wirkung zu zeigen, und der Notwendigkeit, sich erst einmal in der neuen Rolle zurechtzufinden.

Viele meiner Klient:innen berichten:
„Ich dachte, ich sei vorbereitet. Und dann war plötzlich alles anders.“

Frühere Erfolgsmuster tragen nicht mehr automatisch. Stattdessen bestimmen neue Fragen den Alltag:

  • Wie werde ich wahrgenommen?
  • Wo endet mein Einflussbereich – und wo beginnt echte Verantwortung?
  • Wie viel Veränderung ist richtig – und wann wird es zu viel?
  • Darf ich mir Unsicherheiten eingestehen?

Und dann ist da noch die neue Unternehmenskultur: unausgesprochene Regeln, Rituale und Erwartungen – subtil, aber wirksam.
Wie wird hier kommuniziert? Was bedeutet „Vertrauen“ im neuen Umfeld? Welche Spielräume sind real – und welche nur auf dem Papier?

Wer diese kulturellen Codes übersieht, riskiert schnell als Fremdkörper wahrgenommen zu werden. Wer sie bewusst reflektiert, kann sich authentisch integrieren und wirksam gestalten.

Unsicherheit gehört dazu. Doch gerade in dieser Anfangsphase entsteht die Basis für spätere Souveränität. Wer die ersten 100 Tage aktiv nutzt, schafft Vertrauen – in sich selbst und im neuen Umfeld.

Was hilft, um souverän zu starten? 

Souveränität in einer neuen Rolle ist kein Naturtalent. Sie entsteht durch Reflexion, bewussten Entscheidungen - den Mut, Unsicherheit anzunehmen. Hilfreich sind:

Was unterstützend wirkt:

  • Klarheit über die eigene Rolle: Nicht alles auf einmal verändern. Erst verstehen, wie das System funktioniert, in das man eintritt.
  • Erwartungen klären: Was wird von mir erwartet – von oben, von unten, von der Seite? Wo kann oder muss ich Erwartungen bewusst steuern?
  • Unternehmenskultur lesen lernen: Beobachten, zuhören, fragen – und zwischen den Zeilen verstehen, was wirklich zählt.
  • Eigene Werte verankern: Wissen, was mir wichtig ist und unverrückbar bleibt – auch unter Druck. 
  • Beziehungen gestalten: Vertrauen entsteht im Dialog, nicht im Monolog. Zuhören, Fragen stellen, präsent sein.
  • Erfolge sichtbar machen: Kleine Fortschritte bewusst wahrnehmen und kommunizieren – nicht für das Ego, als Fundament innerer Stabilität.

Kurz: Wer bewusst beobachtet, klärt und gestaltet, wird schneller handlungsfähig.

Wie Coaching unterstützt: von Rollenklärung bis Handlungsplan

Gerade die erste Phase in einer neuen Rolle ist entscheidend. Deshalb begleite ich Klient:innen hier sehr bewusst – mit einem klaren Rahmen, der Sicherheit gibt und zugleich Raum für eigene Entwicklung lässt.

Wir beginnen oft schon vor dem ersten Arbeitstag. So starten Sie nicht mit Fragezeichen, sondern mit Klarheit, innerer Stabilität und einem geschärften Blick auf das Neue.

 

Im Coaching schaffen wir Orientierung:

  • Erwartungen und unausgesprochene Regeln werden sichtbar.
  • Eigene Stärken werden bewusst verankert.
  • Stolpersteine früh erkannt.

Es geht nicht um starre Pläne, sondern um einen flexiblen Handlungsrahmen. Mit wachsender Klarheit wächst Souveränität. Mit Verständnis für die Kultur entsteht Verbindung. Und aus anfänglicher Unsicherheit wird mutiges Gestalten.

 

Veränderung braucht Raum – und einen klaren Kompass

Veränderung passiert nicht über Nacht. Gerade in neuen Rollen braucht es einen geschützten Raum, um innezuhalten, zu reflektieren und sich bewusst auszurichten.

Mein Coaching bietet genau diesen Raum: strukturiert, vertraulich und auf Augenhöhe. Keine Patentrezepte – sondern die Entwicklung Ihres persönlichen Kompasses: Klarheit über die Rolle, Bewusstsein für die eigenen Stärken und konkrete nächste Schritte.

Es geht nicht darum, perfekt zu starten. Es geht darum, authentisch zu bleiben, den eigenen Weg zu finden – und den Spielraum zu erkennen, den jede neue Rolle bietet.

Viele meiner Klient:innen sagen am Ende:
„Ich bin nicht mehr nur neu in meiner Rolle – ich bin angekommen.“

 

Wie ich Führungskräfte in dieser entscheidenden Phase begleite, erfahren Sie auf meiner Coaching-Seite:
 

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zukunft gestalten.

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